Athen
NACHRICHTEN AUS ATHEN
07.04.07
Initiative für Europas Kulturerbe
„Frankreich und Griechenland haben eine Initiative gestartet, um das Bewusstsein für Europas Kulturerbe zu stärken. So sollen künftig historische Stätten und Bauten als “Monument des Europäischen Kulturerbes” ausgezeichnet werden, erläuterten der französische Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres und sein griechischer Amtskollege Giorgos Voulgarakis in Athen. Dort wurde als erstes Monument die Akropolis und die gesamte Umgebung des Wahrzeichens von Athen mit dem neuen Titel bedacht. Die beiden Minister hoffen, dass sich ihre Amtskollegen in den anderen EU-Staaten für die Initiative begeistern und Denkmäler in ganz Europa klassifizieren. Vorbild ist die UNESCO-Welterbe-Liste.“
sda, 26.03.07
http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/NEWS/Kultur/detail.htm?client_request_contentOID=225293
26.03.07
Remembering Nikos Engonopoulos
„A major representative of the surrealist movement in Greece, poet and painter Nikos Engonopoulos, who died in 1987, is being commemorated on the centenary of his birth (1907) with a series of events throughout the year.
Arguably one of the most significant poets of the so-called 1930s generation, Engonopoulos’ early poetry collections stirred even more controversy than his contemporary Andreas Embirikos’ work. According to translator and poet Kimon Friar, Engonopoulos revealed an “explosive, daring and revolutionary” take on surrealism, as opposed to Embeirikos’ “clinical, liberating and didactic” approach. […]
A series of exhibitions showcasing Engonopoulos’ work as both poet and painter, as well as a conference and theatre performance are the main anniversary events organised by the National Book Centre in collaboration with the Benaki Museum, the Athens Fine Arts School, the Megaron Mousikis and the Macedonian Museum of Contemporary Art. Events kicked off on February 20 and come to a close on 6 January 2008.”
(Source: Athens News, 16/03/07,
http://www.athensnews.gr/athweb/nathens.prnt_article?e=C&f=&t=04&m=A31&aa=3)
24.03.07
Heftige Studentenproteste in Griechenland
„Molotow-Cocktails, Barrikaden und Geschäfte in Flammen, Tränengasschwaden im Stadtzentrum“ (www.spiegel.de): Athen erlebt in diesem Monat mit dem Aufstand griechischer Studenten gegen Uni-Reformen die gewalttätigsten Proteste seit dem Ende der Obristendiktatur vor 33 Jahren. Fast keine Nacht vergeht mehr ohne schwere Ausschreitungen. Die Demonstranten halten zudem seit Wochen über 330 Fakultäten und Institute im ganzen Land besetzt, wodurch der Lehrbetrieb praktisch zum Erliegen gekommen ist.
Hintergrund dieser heftigen Proteste ist das diesen Monat verabschiedete neue Hochschulrahmengesetz: die Abschaffung des staatlichen Bildungsmonopols und Einführung privater Hochschulen, die Einführung maximaler Studienzeiten und Reduzierung der Anzahl der jährlich neu zugelassenen Studenten. Zudem schafft das Gesetz das seit 1982 geltende universitäre Asyl ab, nach dem es der Polizei nicht bzw. nur mit Beschluss eines studentischen Hochschulgremiums erlaubt ist, ein Universitätsgelände zu betreten. Diese Gesetzesänderung ist besonders heftig umstritten: 1973 kamen bei der gewaltsamen Niederschlagung eines Studentenaufstandes im Athener Polytechnikum durch die damals herrschende Militärjunta zahlreiche Studenten ums Leben.
Im Juni 2006 nahm die Regierung ihre Reformpläne nach vier Monaten ununterbrochener militanter Massenproteste vorerst zurück. Die damals herrschende Solidarisierung anderer gesellschaftlicher Gruppen blieb diesmal jedoch aus. Besonders viele Journalisten unterstützten zuletzt die Regierung in ihrer Unnachgiebigkeit. Trotz einiger Ermüdungserscheinungen nach der Verabschiedung des Gesetzes sollen die Proteste laut der Gewerkschaft der streikenden Hochschulpädagogen und der Studenten jedoch weitergehen. Andererseits häufen sich auf den Vollversammlungen die Spannungen zwischen studentischen Gegnern und Befürwortern der Besetzungen, da die derzeitige Prüfungsperiode nun endgültig verloren zu gehen droht.
Kommentatoren in Athen schließen nicht aus, dass Ministerpräsident Karamanlis angesichts der wachsenden Protestbewegung und der Krawalle die Flucht nach vorn ergreift und die eigentlich erst im März 2008 fälligen Parlamentswahlen auf diesen Frühsommer vorzieht. Große Sorgen, vorzeitige Wahlen aufgrund des neuen Hochschulgesetzes zu verlieren, braucht er sich jedoch nicht zu machen: Die Mehrheit der Bürger, so haben Demoskopen ermittelt, befürwortet die Bildungsreform.
(Quellen: www.spiegel.de, www.nzz.ch)
01.03.07
Griechische Jecke
Letzte Woche ist an Rosenmontag, 19.02.07, der griechische Karneval (Apokria), verbreitet im ganzen Land und eng verbunden mit den Traditionen der jeweiligen Region, zu Ende gegangen. Wichtiges Element in Liedern, Tänzen und Aufführungen sind dabei immer griechische und internationale Themen satirischer Art. In Athen feierten die Menschen bunt kostümiert in den Straßen und auf Plätzen, bei Umzügen, Konzerten und zahlreichen anderen Veranstaltungen. An Rosenmontag fand auf den drei Athener Hügeln Filopappou, Strefi und Skouze das traditionelle Drachenfliegen statt. Karnevalshochburg Griechenlands ist jedoch nicht Athen, sondern Patras (Kulturhauptstadt Europas 2006) mit den meisten Veranstaltungen sowie dem größten und berühmtesten Karnevalsumzug des Landes. Ein Zug aus Patras nimmt zudem jedes Jahr als Gast beim Kölner Karneval teil.
Mehr Infos unter www.gnto.gr
21.01.2007
Wiederaufleben des Terrors in Griechenland?
„Unbekannte haben am Freitag [12.01.07] einen Anschlag auf die amerikanische Botschaft in Athen verübt. Das schwer bewachte Gebäude wurde am frühen Morgen mit einer Artilleriegranate beschossen, wie die Polizei mitteilte.
Botschafter Charles Ries zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Explosion mehrere Personen im Gebäude auf, verletzt wurde jedoch niemand. Am Gebäude entstand leichter Sachschaden. „Wir lassen uns nicht terrorisieren. Wir verurteilen den Anschlag schärfstens.“, sagte der griechische Minister für Öffentliche Ordnung, Vyron Polydoras, im staatlichen Fernsehen. […] Laut Polydoras meldeten sich nach dem Anschlag zweimal Unbekannte telefonisch und übernahmen die Verantwortung im Namen der griechischen Untergrundorganisation Revolutionärer Kampf (EA). […]
Die EA gilt derzeit als eine der gefährlichsten Untergrundorganisationen Griechenlands. Sie trat am 5. September 2003 mit einem Anschlag auf ein Gericht in Athen erstmals in Erscheinung. Dabei war ein Polizist verletzt worden. Am 30. Mai 2006 verübte sie einen Bombenanschlag in der Nähe des Hauses des konservativen Kulturministers Giorgos Vulgarakis. Insgesamt bekannte sich die Gruppe bisher zu sechs Anschlägen.
Beim Beschuss der Botschaft in Athen handelte sich um den ersten größeren Anschlag auf ein amerikanisches Ziel in Griechenland seit mehr als zehn Jahren. Damals wurden mehrere Mitglieder der Gruppe 17. November festgenommen. Die linksgerichtete Gruppe soll für Anschläge mit 23 Toten verantwortlich sein, darunter auch Vertreter der Vereinigten Staaten.“
(Quelle: http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/ Doc~E2A389DBC87774D74B7C712FD977F26DC~ATpl~Ecommon ~Scontent.html, 12.01.07)
„[…] Griechische Experten befürchten eine Rückkehr der Extremisten. Der Terror sei schon wieder dabei, «seinen dunklen Stempel den politischen Ereignissen aufzuprägen», kommentierte am Wochenende die einflussreiche Tageszeitung «To Vima».
Eine linksextremistische Stadtguerilla hatte sich in Griechenland erstmals nach dem Sturz des Obristenregimes Mitte der siebziger Jahre gebildet. Weil die amerikanische Regierung und insbesondere die CIA das Athener Obristenregime unterstützten, war zahlreichen Gruppierungen der linken Stadtguerilla der Antiamerikanismus gemeinsam. Die wichtigste Gruppe war die Organisation «17. November», die ihren Namen von dem am 17. November 1973 vom Obristenregime blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand ableitete. Weil sie anfänglich Folterer des Obristenregimes und amerikanische Geheimdienstagenten zu ihrer Zielscheibe machte, genoss sie in einem Grossteil der griechischen Bevölkerung ein gewisses Ansehen. Erst im Jahr 2002 gelang es der Polizei, die gesamte Führung der Terrororganisation hinter Gitter zu bringen. Diese war zu einer marginalen Gruppe zusammengeschrumpft. Unter Experten ist umstritten, ob die Urheber des Anschlags vom Freitag Überbleibsel der Gruppe «17. November» sind oder ob eine neue Generation von Stadtguerillas aktiv geworden ist. […]“
(Quelle: http://www.nzz.ch/2007/01/16/al/articleETRR9.html, 16.01.07)
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EXKURSION
5th October 2005, Athens
WALK THROUGH ATHENS
Yesterday my trip from the centre to the suburbs (having started at the town hall at 12 am) took me to the south-east, being able to take the metro in that direction and pass the central Omonia square, the university of Athens, the busy Syntagma square, the Akropolis and several suburbs.
Especially in the city centre Athens is dominated intensively by the past and the present. Besides archeological sites like the Akropolis there is a huge number of old buildings situated next to new ones. Many buildings contain the famous orders of columns, particularly the Doric, Ionic and the Corinthian, which is typical for the first monumental stone temples in the Archaic and classical periods. The buildings of the Athens university, the Athens Academy and the National library, called the neoclassical trilogy, were built in the 19th/beginning of the 20th century by architects that got their inspiration from the monuments of the ancient city.
Suburbs are characterised by white houses that seem to consist just of balconies, getting lesser floors in the outer suburbs. The suburbs differ heavily due to the wealth standard of the people who live there. Richer parts of Athens (like Kifissia or Glyfada) have newer buildings, gardens and a more quiet atmosphere.
Athens has got a big traffic problem, leaving even on streets in the outer suburbs just a very narrow lane to pass through (and sometimes not even that!). But things have got much better since the development of the modern metro system (since a few years) that is still extended and has totally transformed travel around Athens, especially in the centre. But again it is the confrontation of the past and the present that took my interest. On Syntagma square there is an archeological site next to the metro station and ancient things are shown to the public inside many metro stations.
Tassia, Niki
Giannis
September 2005
Bin aufgrund meines ERASMUS Intensive Language Courses derzeit auf Kreta und habe eine Sache schon gelernt: Warten! In einem Land, wo “morgen”=”demnaechst” und “uebermorgen”=”nie” bedeutet, ist - mit Ausnahme touristischer Institutionen vielleicht - nichts und niemand puenktlich. Grundsaetzlich die falsche Zeit anzeigende, oeffentliche Uhren in Bussen, Unicomputern, Stadtzentren etc. demonstrieren jedem, dass “Zeit ist Geld” hier jegliche Bedeutung verliert.
Europa scheint ueberall praesent zu sein, die europaeische Flagge ist - meist in Verbindung mit der griechischen - extrem oft gehisst bzw. abgebildet (selbst auf der Wasserflasche neben mir!). Allerdings habe ich mir sagen lassen, viele Griechen stuenden Europa mit einiger Arroganz gegenueber. Nach Athen weiss ich darueber hoffentlich mehr.
